Mittwoch, 24. Februar 2021

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Donnerstag, 19 Juli 2018 16:29

"Ohne Mampf - kein Kampf"

Auch im Einsatz dürfen die Grundbedürfnisse Essen und Trinken nicht vernachlässigt werden. Gerade jedoch während größeren Einsatzlagen, wie beispielweise bei den Stichworten Personensuche, Vollbrand oder größeren Unwetterlagen gestaltet sich die Bereitstellung von ausreichend Nahrung und Getränken oftmals schwierig. Insbesondere nachts oder am Wochenende ist es oftmals nicht ohne größeren Aufwand möglich selbstständig innerhalb kürzester Zeit Verpflegung für bis zu 200 Einsatzkräfte bereitzustellen. Für solche Fälle hält jeder Landkreis und jede Stadt eine Schnelle Einsatzgruppe - Verpflegung vor. Diese gehört dem Katastrophenschutz an und ist in unserem Falle, neben einer weiteren Einheit beim ASB, in der Feuerwehr Rieschweiler stationiert. Somit wird ein Teil der Feuerwehkameraden im Falle eines größeren Einsatzes im Gebiet unseres Landkreises alarmiert, um mithilfe unserer Feldküche eine Verpflegungstelle für eine Großzahl von Personen innerhalb kürzester Zeit zu errichten und ausreichend Verpflegung für die eingesetzten Einsatzlräfte bereitzustellen. Auch für diese Einsätze ist Übung notwendig, um die Handhabung von Feldküche und Großküchengeräten zu verinnerlichen. So haben die Mitglieder dieser Einheit am letzten Übungssontag entschlossen, eine einsatzgetreue Übung unter Beachtung von Richtigkeit und Zeit durchzuführen. Natürlich wurden hierbei wieder neue Gerichte ausprobiert und als Übungabschluss gemeinsam gegessen.

Die zunehmende Nutzung von Plastik und verschiedensten Baustoffen in allen Bereichen macht die Nutzung von Atemschutzgeräten im heutigen Feuerwehreinsatz unumgänglich. Doch auch die Technik und Wissenschaft in diesem Bereich schreitet immer weiter voran, sodass es für die Atemschutzgeräteträger unabdingbar ist, regelmäßig an Aus- und Fortbildung teilzunehmen. Aufgrund dieser Komplexität ist es nur schwer möglich, ausreichend Übung währdend der normalen Dienst- und Übungzeit zu erlangen. Dementsprechend haben sich die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Rieschweiler-Mühlbach zusammen mit denen der Feuerwehr Höheischweiler dazu entschlossen, monatlich ein spezielles Training durchzuführen. Dabei sollen die Kenntnisse in allen notwendigen Bereichen augefrischt und vertieft werden. Besonders soll hierbei jedoch die Praxis, allem voran die Handhabung mit Maske und Pressluftatmer, in den Vordergrund rücken. Auch sollen Lücken im Bereich Krisen- und Notfalltraining erkannt und beseitigt werden.

Erfreulicherweise gab es in letzter Zeit nur wenige Einsätze für die Feuerwehr Rieschweiler abzuarbeiten. Doch dies bedeutet keine Stagnation - ganz im Gegenteil, die einsatzfreie Zeit bietet Raum, um Wissen und Können zu vertiefen. Gerade in den heißen Sommermonaten ist es unvorhersehbar, wie schnell ein Brand entstehen und sich außbreiten kann, vorallem auf Ackerland und in Waldgebieten. Demnach ist es unumgänglich sich auf eventuelle Einsatzszenarien vorzubereiten. So haben sich die Kameradinnen und Kameraden in der letzten Zeit vermehrt dem Thema Wald- und Flächenbrand gewidmet. Dabei wurde insbesondere die Brandbekämpfung mit möglichst geringem Wasseraufwand geübt, da sich die Wasserversorgung gerade auf ländlichen Flächen und im Wald schwierig gestaltet. In diesem Zuge wurde auch die Nutzung des "Pump-and-Roll" Systems, welches die Möglichkeit zur Wasserabgabe von unserem Tanklöschfahrzeuges während des Fahrens mit Schrittgeschwindigkeit bietet, erprobt. Aber auch in der Theorie konnten sich die Einsatzkräfte weiterbilden. Gemeinsam wurden potentielle Einsatzstellen angefahren, mögliche Situationen durchgesprochen und erarbeitet, wie sich zum Beispiel eine stabile Wasserversorgung im Einsatzfalle errichten ließe.

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Kontakt

Feuerwehr Rieschweiler

Wiesenstraße 9
66509 Rieschweiler-Mühlbach

06336/5455 (Gerätehaus, nicht dauerhaft besetzt)
06336/6536 (Wehrführer - Herr Harald Borne)